MPU Fragen und Antworten

MPU Fragen und Antworten von Psychologen

Das ungute Gefühl, das sich unzweifelhaft einstellt, wenn eine MPU (Medizinisch
Psychologische Untersuchung) angeordnet wird, können Sie abmindern. Eine
gründliche Vorbereitung nimmt die Anspannung und Sie fühlen sich besser. Bereiten
Sie sich auf die Fragen der Gutachter vor. Einige ausgewählte Beispiele, wie so
etwas ablaufen kann, sind hier aufgeführt.
Verbessern Sie Ihre Chance, die MPU zu bestehen!
Fangfragen und Fallen-gibt es die wirklich?


Die Informationen, die untereinander im Bekannten- und Freundeskreis ausgetauscht
werden, sind oft vom Hörensagen geprägt. Konkrete Fragen zu wiederholen, fällt den
Kandidaten nach der MPU schwer. Genau das ist es! Konkrete Fragen sind in der
MPU fein ausformuliert. Genau zuhören und die Nervosität unterdrücken, das
müssen Sie lernen! Die Gutachter haben ihre Vorgaben, die sie erfüllen müssen. Das
Gespräch im gesamten Umfang liefert ein Bild von Ihnen. Wenn Sie davon
ausgehen, dass Sie hereingelegt werden, wird Ihre Körpersprache vermitteln, dass
Sie sowieso nicht daran glauben. Das ist aber nicht das Ziel. Alle Fragen zielen
darauf ab, ob Sie verstanden haben, was war. 

Haben Sie sich geändert?
Welche Vorbereitung ist sinnvoll?

Leider sind nicht alle Quellen seriös. Einige zielen direkt darauf ab, dass nur ihre
Seminare für viel Geld die richtige Hilfe sind. So werden Szenarien kreiert, die mit
einem realen Test nicht viel gemeinsam haben. Ganze Fragenkataloge werden
angeboten und verunsichern die Kandidaten.
Hier finden Sie Beispiele, die in realen Gutachten vorkommen. Die Art der
Fragestellung ist ungewohnt für Sie. Daher haben Sie mit diesen Informationen gute
Gelegenheiten, sich daran zu gewöhnen. Erst dann erschließt sich oft der Sinn und
die Fragen erscheinen Ihnen als klar und eindeutig formuliert.
Welche Fragen sind möglich?

  1. Gleich zu Anfang kommt immer die Frage nach dem Warum. Die Gutachter
    erfahren bei den Antworten, ob Sie sich gründlich vorbereitet haben. Haben Sie
    verstanden, warum Sie sich dem Test unterziehen müssen?

Berichten Sie, dass Sie unter Einfluss von Substanzen und oder Alkohol ein
Fahrzeug gefahren haben. Sich selbst überschätzt und andere und sich in Gefahr
gebracht haben.

  1. Dann kommt noch die Nachfrage, ob Sie und wenn ja welche Vorbereitungen für
    die MPU vorgenommen haben. Was haben Sie für die MPU unternommen?
    Sagen Sie an, welche Aktivitäten Sie gewählt haben. Abstinenz und Selbsterkenntnis
    gehören nun zu Ihrem Leben. Alle Ursachen für den Konsum von Substanzen haben
    Sie analysiert und verändert. Sie fühlen sich besser und das können Sie mit den
    Untersuchungen belegen.
    Die Antwort, dass Sie unbedingt Ihren Führerschein wieder zurückhaben wollen, ist
    falsch!
  2. Als Nächstes kommen Fragen zum Vorgang. Wann war der Vorfall und welche
    Umstände gehören dazu.
    Sinnvoll ist es, wenn Sie hier alle Angaben wie Datum, Ort und Zeit parat haben.
    Details sind wertvoll, weil sie Hinweise darauf geben, dass Sie aufgearbeitet haben,
    was passiert ist. Was hatten Sie konsumiert? Sind Sie zu schnell gefahren? War eine
    auffällige Fahrweise ein Anhaltspunkt?
    Geben Sie möglichst genau an, welche Fakten vorlagen.
  3. Fragen zu Ihrer Drogengeschichte und Alkoholmissbrauch werden folgen. Hier
    können Sie mit einer Liste die Aufzählung genauer schildern. Wann hat es begonnen
    und warum? Haben Sie mit Problemen behaftet zu Stimulanzien gegriffen? Sind Sie
    vielleicht einfach durch Freunde und unbedingt Dazugehören in die Szene gerutscht?
    Vielleicht war Alkohol zu Hause kein Thema und stand immer zur Verfügung? Damit
    der Werdegang in der Abstinenz nachvollziehbar wird, sollten Ihre Schilderungen und
    die erhobenen Befunde zusammenpassen. Die Antwort, dass Sie sofort und
    schlagartig alles weggelassen haben und Ihre Urintests sagen etwas anderes aus,
    lässt Ihr Gutachten fehlschlagen. Sollten Sie mehr Alkohol getrunken haben, weil die
    Drogen fehlten, zeugt das von schlecht aufgearbeiteten Problemen. Eins durch das
    andere zu ersetzen, ist nicht die Lösung. Das müssen Sie im Abstinenzprogramm
    berücksichtigen. Wichtig sind immer genaue Angaben. Zu welchen Anlässen haben
    Sie wie viel getrunken usw. sollten Sie wissen. Ihre persönlichen Umstände in
    Familie und Job als Anhaltspunkte zum Konsum von Suchtmitteln sind hilfreich für
    die folgenden Fragen.
  4. Jetzt gehen die Fragen in die Tiefe. Aus welchen Motiven heraus haben Sie die
    Suchtmittel konsumiert?
    Ihre Vorgeschichte im zeitlichen Ablauf mit den Steigerungen von Dosis und Mengen
    haben Sie dargelegt. Auf Ihre Motivation wird nun näher eingegangen. Gutachter
    gehen davon aus, dass Sie Veränderungen nur herbeiführen können, wenn Sie die
    Motive eingehend analysiert haben. Berichten Sie, wie Sie sich gefühlt haben. Haben
    Sie Zweifel an sich selbst gespürt und mit den anderen kaum Schritt halten können?
    Probleme konnten Sie nicht beheben und Konflikte nicht lösen? Sie sind allen und
    allem lieber aus dem Weg gegangen? Sie haben Trost gesucht, weil Sie nicht
    wussten, was Sie tun sollen? Einfach vergessen und wenn es nur für eine Weile ist,
    bringt keinen Konflikt aus der Welt! Es ist stark, wenn man Schwächen zugeben
    kann! Der Druck in Elternhaus und Schule kann enorm sein und die Angst vor
    Fehlern führt zu Fehlern. So kam es, dass alle Gefahr von den Suchtmitteln kleiner
    erschien als die Konflikte. Entspannung kam mit dem Konsum und das war es, was
    Sie den Moment wollten?
    So oder so ähnlich sind die am häufigsten angeführten Gründe. Sie sind ein Muster
    für die Menschen, die abhängig werden.
  5. Jetzt wird es wichtig, was Sie gegen einen möglichen Rückfall tun können. Da Sie
    alles aufgearbeitet haben, können Sie das beantworten. Die Schwachstellen sind
    erfasst und das sind die Auslöser.
    In der Zeit bis zur MPU hatten Sie Gelegenheit entsprechende Techniken zu
    erlernen, die entspannen. Es geht ohne Stimulanzien und Schlaf bzw. Erholung sind
    so auf gesunden Wegen zu erlangen. Ihr Selbstbewusstsein ist gestärkt und Sie
    haben Ihre Wünsche und alles, was Sie als richtig empfinden, vorangestellt. Selbst
    Gefühle zu äußern, gelingt jetzt. Nein zu sagen ist kein Problem mehr. Es gelingt
    Ihnen, Konflikte und Probleme anzugehen und eine Lösung zu finden.
    Im Laufe der letzten Zeit müssen Sie sich eingestehen, war es nicht leicht. Gerade zu
    Anfang einfach den Start zu bewältigen und weiterzumachen. Die Veränderungen
    haben Sie erst nach einer Weile gespürt. Darüber sind Sie sehr froh!
    Sie wissen auch, dass Sie einen Rückfall nicht zu 100 % ausschließen können. Nun
    haben Sie aber Wege und Möglichkeiten begriffen, die Sie wieder aus der Situation
    herausführen. Mit der Erinnerung an all die Strapazen, die Sie bewältigt haben, wird
    Ihnen der Weg gelingen.

Wie setzt sich der Fragen Teil der MPU zusammen?
Richten Sie sich auf mündliche und schriftliche Beantwortung der Fragen ein. Im
mündlichen Anteil geht es vorrangig um Ihren Vorgang. Fragen, die nur Sie selbst
und den Vorfall betreffen, wird der Gutachter formulieren.
Bei dem schriftlichen Anteil der Fragen geht es um rechtliche Fragen aus dem
Straßenverkehrswesen, die zu Ihrem Fall passen. Es handelt sich um pures Wissen,
das erlernt werden kann. Eine gründliche Vorbereitung mit passenden Fragen aus
dem Katalog ist der wichtigste Schritt dabei.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner